Oberitalienische Seen / Tessin

Eine Reise in Kooperation mit der Deutsch-Italienischen Gesellschaft Bremen e.V.

Erleben Sie auf dieser Reise die zauberhaften Gärten und Villen in der paradiesischen oberitalienischen Seenlandschaft zwischen Luganer See, Lago Maggiore und Lago di Como!

Den besonderen Reiz der Tessiner Landschaft mit ihrem überaus angenehmen Klima macht die üppige Vegetation, gesteigert durch die Kontraste von alpiner und submediterraner Landschaft, aus - schneebedeckte Berge glänzen am Horizont, während man an den malerischen Seeufern unter Palmen spazieren kann. Rosen und Alpenrosen, Zypressen und Zwergwacholder, Kamelien und Eukalyptus - schier unerschöpflich ist die Vielgestaltigkeit der Pflanzenwelt zwischen Seeklima und Hochgebirge. Außerdem wachsen hier Magnolien, Azaleen, Mimosen, Orangen- und Zitronenbäume.

Die Gartentradition an den oberitalienischen Seen datiert bis in die römisch-antike Zeit, seit Jahrhunderten entstanden hier einige der schönsten Gärten überhaupt. Die dazu gehörigen Villen, meist Bauwerke aus dem 16. bis 19.Jahrhundert, entfalteten sich in einer verfeinerten Eleganz, die von den üppig wachsenden Gartenanlagen wunderbar gespiegelt werden.Genießen Sie einige der schönsten Villen und Gärten in der oberitalienischen Traumlandschaft!

„Der Zauber der Tessiner Landschaft liegt in ihrem geheimnisvollen Licht, in der Linie ihrer Hügel, in den uralten Kastanien- und Buchenwäldern, in den abgeschiedenen Tälern. Im Gegensatz zwischen Bergen und Seen, in den Winkeln der Dörfer und Städte, die doch ihre lombardische Freimütigkeit zu bewahren wussten.“

 

 

Zur Küche der Lombardei

Die Lombardei, ital. Regione Lombardia, in welcher unser Reiseziel, die Oberitalienischen Seen liegen, war von je her ein Durchgangsland und entsprechend vielen kulturellen und kulinarischen Einflüssen ausgesetzt.

Die Lombardei hat als Nachbarn im Norden die Schweiz und Trient-Südtirol, im Osten Venedig, im Süden die Emilia-Romagna und im Südwesten das Piemont. Daher ist es schwer, von der lombardischen Küche zu reden. Die Küche in der Lombardei ist eher in verschiedene kleine Regionalküchen unterteilt und geprägt von Gerichten aus den Bergen und von den Seen, die sehr an ihre geographische Lage, an die verschiedenen historischen Geschicke und die Traditionen der Nachbarländer gebunden sind.

Vor allem aber wird diese Küche nicht - wie es in anderen Regionen Italiens geschehen ist - durch die Armut geprägt, also von der Notwendigkeit breiter Bevölkerungsschichten, Gerichte aus Wenigem zu erfinden und sie mit Kräutern und besonderen Verarbeitungsweisen schmackhaft zu machen. Die lombardische Küche basiert auf dem großen Reichtum an landwirtschaftlichen Erzeugnissen des fruchtbaren lombardischen Bodens und auf dem wirtschaftlichen Wohlstand, der in dieser Region für einen großen Teil der Bevölkerung stets typisch war.

Ein vereinendes Element der Küche in der Lombardei ist das Risotto, das in schier unendlichen Variationen zubereitet wird: mit Gemüse, Wurst, Schinken, Safran, Pilzen, Trüffeln, Käse, Süßwasserfischen, Krebsen und sogar mit Fröschen.

Neben dem Risotto ist die Lombardei Heimat mehrerer weithin bekannter kulinarischer Köstlichkeiten, wie z.B. das Ossobuco (geschmorte Kalbshaxenscheiben), Vitello Tonnato (gekochtes Kalbfleisch, kalt mit Thunfischsoße serviert), Cassoeula (deftiger Wintereintopf aus Schweinewürstchen, Wirsing und Schweinefleisch), Tortelli di Zucca (mit Kürbis gefüllte Nudeln), Bresaola (sehr magere geräucherte Hartwurst), Mostarda Cremonese (sehr süßer Senf), und der berühmte Weihnachtskuchen Panettone. Auch der Vorläufer des Wiener Schnitzels, das Piccata alla Milanese (Kalbschnitzel mit Parmesan paniert), stammt aus der Lombardei.

Die Lombardei ist auch Heimat von 13 beliebten und von Feinschmeckern hochgelobten Käsesorten, darunter der weltberühmte Gorgonzola, Parmiggiano Reggiano, Grana Padano, Mascarpone und Taleggio.

Das gastronomische Bild der Lombardei ist folglich ein Mosaik aus den Küchen ihrer Provinzen, die ihren eigenen Charakter bewahren bei einer in gewisser Hinsicht vereinenden Verwandtschaft.

 

 

Unser Menü-Tipp für Sie:

Vorspeise: Grüner Salat mit Walnüssen und Parmesan

Zutaten für 4 Personen:

  • 4 Handvoll güner gemischter Salat
  • 2 Handvoll Rucola
  • 1 kleine Zwiebel
  • 8 Cocktailtomaten
  • 1 Handvoll Walnüsse
  • 2 EL Öl (Nussöl)
  • 6 EL Balsamico, weiß
  • 1 TL Honig
  • etwas Salz und Pfeffer
  • 60g Parmesan, fein gehobelt

Zubereitung: 

Zuerst röstet man die Walnüsse in einer Pfanne ohne Fett ca. 5 Min. an und lässt sie auskühlen. Dann  schneidet man die harten Stiele vom Rucola ab und wäscht ihn zusammen mit dem übrigen Salat und lässt alles gut abtropfen.
Die Zwiebel in feine Würfel schneiden und die Tomaten halbieren oder vierteln. Die Blattsalate auf die Teller verteilen und die Tomaten oben auflegen.
Nun  das Dressing, aus Öl, Essig, Honig, Salz, Pfeffer und Zwiebeln mischen und über den Salat geben.
Zum Schluss die Nüsse auf den Salat streuen und den frisch gehobelten Parmesan darüber geben.

 

Hauptgericht: Risotto „Primavera“

Zutaten für 4 Personen:

  • 500 g Reis speziell für Risotto, z.B. die Sorte Arborio
  • 500 g grüner Spargel, eher dünne Stangen
  • 1 kleine Zucchini
  • 100 g grüne Erbsen, auch Tiefkühlware
  • 2 EL Butter
  • 100 ml Weisswein
  • 1 Liter Gemüsebrühe
  • 1 - 2 Schalotten
  • 100 g Parmesan, frisch gerieben
  • Olivenöl, Salz und Pfeffer

Zubereitung:

Etwas Olivenöl in einen Topf erhitzen. Die Schalotte kleinschneiden und zusammen mit dem Risottoreis in einen passenden Topf geben und darin anschwitzen. Gleich mit etwas Salz und Pfeffer abschmecken. Dann mit Weißwein ablöschen. Umrühren und mit Gemüsebrühe immer nach und nach aufgießen. Dabei die Flüssigkeit immer wieder einkochen lassen und gut rühren.

Die Zucchini waschen und in Streifen oder kleine Würfel schneiden. Den Spargel schälen und in ca. 2-3 cm lange Stücke schneiden, zusammen mit den Erbsen zum Risotto geben. Dabei unter ständigem Umrühren immer wieder Gemüsebrühe zufügen, bis der Risotto bissfest und die gewünschte Konsistenz erreicht hat. Kurz vor Ende kann man auch noch einmal einen Schluck Wein hinzugießen.

Zum Schluss die Butter und den Parmesan unterheben und heiß servieren, evtl. mit Brunnenkresse verfeinern.

 

Dessert: Tiramisu (ital. „Zieh mich hoch!“)

Zutaten für 4 Personen:

  • 250 ml Sahne
  • 50 g Zucker
  • 250 g Mascarpone
  • 1 - 2 Tassen Espresso oder starken Kaffee, gezuckert
  • 200 g Löffelbiskuits
  • 50 ml Rum oder Amaretto
  • 1 Pkt. Vanillezucker
  • 1 - 2 EL Kakaopulver

Zubereitung:

In einer Schüssel den Mascarpone, Zucker und Vanillezucker vermischen. In einer anderen Schüssel die Sahne steif schlagen. Dann die Sahne unter die Mascarponecreme heben. 1-2 Tassen Kaffee mit Zucker und 50ml Rum bzw. Amaretto in eine flache Schüssel geben. Die Löffelbiskuits kurz darin eintauchen und in eine Auflaufform legen. Darauf eine Schicht Creme, dann wieder eine Lage Biskuits und noch mal Creme. 

Das Tiramisu ein paar Stunden (am besten über Nacht) in den Kühlschrank stellen.Vor dem Servieren mit Kakaopulver bestreuen. 

Genießen Sie dieses köstliche Menü zusammen mit einem feinen Weisswein aus der Region, z.B. einem Lugana oder einem Riviera del Garda.

Wir wünschen gutes Gelingen und buon appetito!

 

 

 

 

Zu den Weinen der Lombardei

Der Weinbau in der Lombardei hat eine lange Tradition. Bereits die Etrusker bauten in der Gegend die ersten Reben an.

Obwohl die klimatischen Bedingungen auf der ersten Blick nicht vorrangig für den Weinbau geeignet scheinen, produzieren die Weinbauern der Lombardei alljährlich herausragende Erzeugnisse. Die vielseitigen Böden und die mikroklimatischen Subregionen tragen zu diesem Erfolg bei.

Wer also auf der Suche nach dem einen typischen Wein für die Lombardei ist, wird enttäuscht werden; ebenso wie die Küche zeigt sich auch beim Wein große Vielfalt bei hoher Qualität. In der Lombardei sind besonders viele Rebsorten vertreten. Unter den weißen Rebsorten fällt in erster Linie der Chardonnay auf, der vorwiegend im Franciacorta angebaut wird, aber auch Trebbiano und Pinot Bianco sind in größerem Umfang vertreten. Auch bei den roten Rebsorten herrschen regionale vor, wobei sich Lambrusco, Pinot Nero, Nebbiolo, Merlot, Babera und Cabernet Sauvignon ungefähr die Waage halten.

Die renommiertesten Lagen befinden sich in der Nähe der großen italienischen Seen, wie dem Lago Maggiore, Lago di Como, Lago d’Iseo und Luganer See.

Hier im Norden der Lombardei herrscht ein besonderes Mikroklima vor. So ist das Wetter eigentlich kontinental geprägt. Doch sowohl die Alpen im Norden als auch die ausgleichende Wirkung der Seen bieten einen schützenden Einfluss gegen extreme Temperaturausschläge. Dadurch erhält das Klima mediterrane Züge.

Die Lombardei ist auch eine Schaumweinhochburg (Spumante), es werden vorwiegend französische Rebsorten nach dem Vorbild der Champagne angebaut, und die lombardische Hauptstadt Mailand ist außerdem der größte Weinmarkt Italiens. Die häufigsten Rebsorten sind bei den Rotweinen Barbera, Bonarda, Cabernet Sauvignon, Lambrusco, Merlot, Nebbiolo und Pinot Noir und bei den Weißweinen Chardonnay, Pinot Bianco und Trebbiano.

 

P.S.: Aus der Lombardei kommt auch der weltberühmte Aperitif Campari, dessen unverwechselbarer Geschmack aus mehr als 60 Zutaten besteht und dessen charakteristische Farbe übrigens aus Schildläusen gewonnen wird.

 

 

Unsere Literatur-Tipps Für Sie

Hermann Hesse: „Italien“
Ein Reiseführer mit Schilderungen, Aufsätzen und Gedichten zu den Landschaften, Städten und Kunstdenkmälern von Oberitalien bis nach Umbrien.
Nach Italien ist Hermann Hesse immer wieder und besonders gerne gereist:

„Man holt sich dort eine Frische und Freiheit und zugleich einen inneren Besitz an Freude und Schönheit, der alles aufwiegt.“

Ein Taschenbuch aus dem Verlag Suhrkamp

 

Rainer W. Kuhnke: „Oberitalienische Seen: Ein literarischer Reisebegleiter“
Ein schöner kleiner Reisebegleiter mit Texten berühmter Literaten zu den Schauplätzen des Lago Maggiore, Lago di Como, des Ortasees und des Luganer Sees.
Insel Taschenbuch, 2001

 




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